Besuch von Felix Lipski am 30.3.2017

Text: Göhlert,   Fotos: Lesemann 
 
 

Besuch von Felix Lipski am 30.3.2017

Der 79-jährige Felix Lipski ist einer der letzten Zeitzeugen der nationalistischen Rassenpolitik und Verfolgung. Nachdem seiner Mutter mit ihm und weiteren Familienmitgliedern die Flucht aus dem Minsker Ghetto gelang, lebte er bis Kriegsende bei der Partisanengruppe Schalom Sorin, die neben einer Kampfkompanie auch ein Familienlager unterhielt.

     

Als Präsident (1991–1998) bzw. Ehrenpräsident des „Weißrussischen Verbands der ehemaligen jüdischen Häftlinge der nationalsozialistischen Ghettos und KZ” setzte (und setzt) er sich für die Belange der Überlebenden ein. Bis heute engagiert er sich für die materielle und ideelle Anerkennung der jüdischen Ghettokämpfer und berichtet in Schulen und Bildungseinrichtungen über das Ghetto und den jüdischen Widerstand in Minsk.

   

Ca. 100 Studierende aus ARS und AG waren an diesem Abend in der Aula.

Herr Lipski schilderte ausgehend von Familienfotos die Situation der jüdischen Bevölkerung vor und nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941, beschrieb das Leben im Ghetto und seine Zeit im Widerstand.