Juni 2017: Anne-Frank-Gedenktag

Text: Breyther,   Fotos: Breyther, Perez
 
 

Der Anne-Frank-Gedenktag am Theodor-Schwann-Kolleg

„75 Jahre Tagebuch“ ist das Thema des diesjährigen Anne-Frank-Tages, denn am 12. Juni 2017 ist es 75 Jahre her, dass Anne Frank von ihren Eltern zum Geburtstag ein Tagebuch geschenkt bekam. Bis heute ist das Tagebuch eine Erinnerung an das schwere Unrecht in der Zeit des Nationalsozialismus, an Holocaust, Flucht und Verfolgung. Gemeinsam mit dem Anne Frank Zentrum möchten wir als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ am Aktionstag ein Zeichen setzen gegen Diskriminierung und für Demokratie.

        

Um 08.30 Uhr trafen sich zwei Klassen des Weiterbildungskollegs in der Aula, um unter der Leitung ihrer Lehrerinnen Monika Perez und Stefanie Breyther einen Projekttag zu gestalten. Die Semester VM IIIa (Abendrealschule) und VM 1a (Abendgymnasium) beschäftigten sich zunächst mit dem im März 2016 erschienen Kinofilm „Das Tagebuch der Anne Frank“ mit Lea van Acken in der Hauptrolle. In einer sich anschließenden Gruppenarbeitsphase setzten sich die Studierenden u.a. mit der Lebenssituationen der Verfolgten im Versteck, mit Annes Verhältnis zu ihren Eltern oder ihrem Vermächtnis auseinander; die Arbeitsergebnisse wurden intensiv in den Gruppen diskutiert und anschließend im Plenum vorgestellt.

    

Im Anschluss beschäftigte sich die Gruppe mit der Bedeutung Annes für die heutige Zeit: Was können wir von Anne lernen? Welche Werte kann sie uns 2017 noch vermitteln? Dies waren Leitfragen, mit denen sich die Studierenden auseinander gesetzt haben. Um die leere Tagebuchseite zu gestalten, wurden anschließend Klebezettel beschriftet und als individuelle Statements zum Tagebuch ergänzt.

Immer wieder betonten die Studierenden, dass es aus ihrer Sicht wichtig sei, die Hoffnung nie zu verlieren und auch die einfachen Dinge im Leben zu genießen – denn man wisse ja nicht, wie lange man dies tun könne. Die jetzt beschriftete Tagebuchseite wurde noch ergänzt durch eine kleine Ausstellung: Annes Leben wurde von den Studierenden in Bildern und kurzen Infotexten aufgearbeitet – die Ausstellung kann im Eingangsbereich der Schule noch für zwei Wochen angesehen werden.


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