Juni 2015: Projekttage zum Thema Rasissmus im Alltag

Projekttage zum Thema Rassismus im Alltag am 23. und 24.06.2015

Studierende des Semesters VM 3, Frau Lesemann, Herr Holtz, Frau Eggert

 

Bei der Themenfindung zeigte sich ein deutlicher Schwerpunkt des Interesses beim Thema Rassismus im Alltag. Themen mit geschichtlichem Bezug, eher theoretische Themen oder Themen, die Rassismus in anderen Ländern, auf staatspolitischer Ebene oder als Forschungsgegenstand in den Mittelpunkt stellten, konnten sich bei der Abstimmung nicht durchsetzen.

Wir haben uns dann mit folgenden Fragen beschäftigt:

  • Was ist Rassismus?    (Erarbeitung verschiedener Definitionen in Kleingruppen, Vorstellung der Ergebnisse und Diskussion im Plenum)
  • Beispiele für Rassismus im Alltag / Wo haben wir Rassismus im Alltag    erlebt? (Darstellung verschiedener Alltagssituationen als Theaterszene)
  • Was kann man gegen Rassismus tun?                 (Forumtheater: Erproben von Handlungsmöglichkeiten gegen Rassismus)

 

Das Erproben von verschiedenen Handlungsmöglichkeiten gegen Alltagsrassismus wurde von den Studierenden als gewinnbringend und auch praxistauglich empfunden. Im Übrigen haben die Praxisphasen des Projektes Freude bereitet, insbesondere das Theaterspielen am zweiten Tag.

Forumtheater    -    Das Theater der Unterdrückten

Das Theater der Unterdrückten wurde von Augusto Boal in Brasilien entwickelt und als Teil des politischen Widerstandes verstanden. Die Menschen sollen aus ihrer passiven Rolle herausgeholt und zu handelnden Subjekten werden. Zuschauer und Schauspieler sollen gemeinsam lernen und entscheiden.

Die Szene wird mehrmals mit verschiedenen Handlungsmöglichkeiten gespielt, sie wird so oft gespielt, wie die Zuschauer neue Lösungsmöglichkeiten vorschlagen. Jeder Lösungsvorschlag wird im Forum diskutiert. Hier wird darüber entschieden, ob die Handlungsalternative etwas an der Situation verändern konnte, ob mit der neuen Handlung das Problem tatsächlich gelöst wird und ob sie realistisch ist oder nicht.