Besuch von Eva Szepesi am 14.03.2017

Text: Breyther,   Bilder: St. Bauer, Heidel, Lesemann

Eva Szepesi zu Gast am TSK

Die 84-jährige Eva Szepesi ist eine der letzten Zeitzeuginnen, die aus eigener Erfahrung vom Holocaust berichten kann. Am 14. März 2017 war sie zu Gast am TSK, eine Gruppe Studierender hatte zusammen mit ihren beiden Geschichtslehrerinnen Stefanie Breyther und Monika Perez den Kontakt zur in Frankfurt lebenden Frau Szepesi hergestellt.

Ca. 100 Studierende aus ARS und AG waren an diesem Vormittag in der Aula und hörten sich konzentriert den Bericht der Zeitzeugin an:

Sie schilderte ausführlich die Flucht mit ihrer Tante aus Ungarn in die Slowakei (1944), ihre Gefangennahme und ihre Deportation nach Auschwitz. Dort wurde sie, mehr tot als lebendig, am 27. Januar 1945 als 12-jähriges Mädchen russischen Soldaten befreit. Als Szepesi von Ankunft und Gefangenschaft im KZ erzählte, waren die Studierenden schockiert. Was das Schlimmste für sie gewesen sei, wollte eine Studierende wissen. Dass man ihr die Zöpfe abgeschnitten hat, und dass sie die blaue Jacke, die ihre Mutter für sie gestrickt hatte, abgenommen bekam. Gegen Ende des Gesprächs fragte Roy Senaka (VM 6) zögerlich, ob er die Nummer, die jeder Gefangene auf den Arm tätowiert bekommen hat, sehen kann. Eva Szepesi erlaubte es und die Studierenden kamen nach vorne schauten schockiert auf die etwas verblassten, aber noch lesbaren Zahlen.

   

Nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung, die von Alice Hohenhaus aus VM 1a moderiert worden ist, blieben viele Studierende länger in der Aula, um noch ganz persönlich mit Frau Szepesi zu sprechen oder ihr für ihren Bericht zu danken. Alle sind sich einig: „Sowas wie der Holocaust darf nie wieder passieren! Wir dürfen bei Ausgrenzungen oder Anfeindungen nicht einfach wegsehen, sondern müssen aktiv eingreifen!“

    

   


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